Nordseeinsel Juist

Die ostfriesische Insel Juist steht bei Urlaubern aus vielen Ländern sehr hoch im Kurs, was auch an der Idylle liegt, die dabei verkörpert wird. Im Sommer sorgt eine große Vielfalt an Unterkünften dafür, dass viele Menschen die Möglichkeit bekommen, einige ruhige Tage zu verbringen. Eine genauere Betrachtung der Angebote zeigt, wie der Aufenthalt auf jeden Fall zu einem unvergesslichen Erlebnis werden kann.

Die Anreise nach Juist

Erst einmal ist es an der Stelle wichtig, die richtigen Ideen für die Anreise zu haben. Wer die Strecke mit dem Auto bewältigt, der wird ab dem Norddeich nicht mehr die Möglichkeit haben, weiterzufahren, denn Juist ist eine autofreie Insel. Von dort aus ist es daher besser, auf die Fähre zu wechseln, um die restliche Strecke gut bewältigen zu können. Die FRISIA-Garagen stellen eine guten Möglichkeit dar, um den PKW für die Zeit des Aufenthalts sicher unterbringen zu können.

Sonnenuntergang vor Juist

Sonnenuntergang vor der Insel Juist

Gleichzeitig ist es auch mit der Bahn möglich, die Meter bis nach Juist zu bewältigen. Hier gibt es eine gut funktionierende Anbindung, die dafür sorgt, dass alle Touristen sicher und schnell auf die Insel kommen können. Am häufigsten wird die Fähre von Norddeich für die Anreise genutzt, von wo es etwa 90 Minute dauert, bis das Ziel erreicht ist. Besonders die ruhige Fahrt wird von vielen Touristen als ein angenehmer Weg gesehen, um auch symbolisch in den Urlaub auf der ostfriesischen Insel starten zu können.

Mit einer Fläche von weniger als 17 km² handelt es sich bei Juist um eine der kleineren Inseln. Dies belegt auch die Zahl der Einwohner noch einmal sehr deutlich, die in etwa 1.600 beträgt. Dennoch wurden für Touristen zahlreiche Möglichkeiten geschaffen, um eine gute Unterkunft und genügend Restaurants zum Speisen zu finden. Die Idylle, die Juist seit jeher charakterisiert, ist dabei aber nicht verloren gegangen, was in ganz entscheidendem Maße für den Charme der Insel verantwortlich ist. Ansonsten lohnen sich während des eigenen Aufenthalts vor allem die historischen Bauten, die noch aus dem 18. und 19. Jahrhundert erhalten geblieben sind und so den Zeitgeist sehr gut verkörpern.

Bei der anfallenden Kurtaxe pro Übernachtung zeigt sich Juist ebenfalls von der fairen Seite, wobei Kinder bis zu einem Alter von 13 Jahren erst gar nicht bezahlen müssen. Auf der anderen Seite sind auch die Preise für Erwachsene mit 3,50 Euro in der Hauptsaison und nur 2,20 Euro in der Nebensaison fair angesetzt. Insgesamt lässt sich so erkennen, dass es sich bei Juist um ein echtes Paradies handelt, wenn es darum geht, die eigenen Ferien in einer entspannten und ruhigen Umgebung zu verbringen. Der Aufenthalt lohnt sich daher auf jeden Fall.

Die schönsten Badestrände sind angeblich auf der Insel Juist

Die zauberhafte, 17 Kilometer lange ostfriesische Insel ist weithin für ihre Landschaft und die schönen Sandstrände bekannt. Entspannungs- und erholungssuchende Gäste entdecken eine besondere Insel mit vielen Urlaubsmöglichkeiten.

Die Nordseeinsel Juist liegt im Töwerland. Der Name leitet sich vom friesischen Wort “Töwer“ = Zauber ab, weshalb die Insel zu recht auch als Zauber(hafte)insel gilt.
Der Inselkern entstand durch die Wirkung von Wasser und Wind. Zunächst wurde die Insel von Pflanzen bewachsen, danach siedelten die ersten Menschen sich mit ihren Tieren auf der Insel an. Seit circa 1398 ist die Insel unter dem Namen Juist bekannt.

17 km feiner Sandstrand laden auf Juist zu ausgedehnten Spaziergängen direkt am Meer ein. Man kann sich auch einen Strandkorb mieten und in der reinen Nordseeluft in ruhiger Umgebung den Alltag vergessen und sich erholen.

Die langen, weißen Sandstrände und eine einzigartige Dünenlandschaft machen die Insel Juist zu etwas Besonderem. Sie ist die längste der Ostfriesischen Inseln und autofrei – sie läßt sich am besten zu Fuß erkunden.

Die Strände zeichnen sich durch ihren sehr feinen, weißen Sand aus. Sie sind natürlich und der Strand fällt gemächlich ab. Der Wellengang ist meistens nicht sehr hoch, deshalb kann man gut schwimmen.

Der Strand von Juist zählt zu den schönsten Stränden Deutschlands. Er ist breit und feinsandig und schimmert weiß. Im Frühling und Herbst, wenn die Wassertemperatur zum Baden zu kühl ist, kann man auch hervorragend Wanderungen am Strand und durch die Dünen unternehmen. In der Nähe der Hotels werden Strandaktivitäten wie Strandsport angeboten. Der Strandaufgang am Strandhotel Kurhaus Juist ist besonders breit und lang und bietet auch Gästen mit Einschränkungen den Zugang zum Strand. Ansonsten ist der Strand abseits der Hotels auch im Hochsommer nicht allzu voll und jeder findet einen ruhigen Platz.

Hat man den Dünengürtel hinter sich gelassen, erstreckt sich vor einem der endlos wirkende Strand. Der Strand von Juist ist natürlich und völlig unverbaut. Der gesamte Strand erstreckt sich über eine Länge von 17 Kilometern.

Ein Strandabschnitt ist für die Freunde der Freikörperkultur (FKK) reserviert.

Die Strände der Insel Juist zeichnen sich durch ihre großen Flachwasserzonen aus, die auch Familien mit Kindern das Baden ermöglichen. Das Wasser ist glasklar und absolut sauber. An den einzelnen Strandabschnitten können Strandkörbe gemietet werden, die vor Wind schützen. Während der Saison sorgen immer anwesende Rettungsschwimmer für die Sicherheit der Badegäste.

Mit dem Hammersee besitzt die Insel Juist den größten Süßwassersee der Ostfriesischen Inseln. Der See dient als einzigartiges Biotop, der zahlreiche Tier- und Pflanzenarten beheimatet. Von der Aussichtsplattform im Norden läßt es sich hervorragend beobachten. Rund um den Hammersee kann man auf einem kleinen Wanderweg den See entdecken.

Sehenswürdigkeiten auf der Insel

Die Seeluft der ostfriesischen Insel Juist gilt als sehr gesund, weil sie einen hohen Anteil von Feuchtigkeit, Jod- und Salzgehalt aufweist. Insbesondere in Küstennähe können Aerosole eingeatmet werden, denn die Luft ist staubfrei und perfekt für Allergiker.

Im Ortsteil Loog finden Besucher das Küstenmuseum Juist. Auf einer Fläche von etwa 500 Quadratmetern trägt das Museum zur Insel- und Bädergeschichte Informationen und Exponate bei. Zudem wird die Historie der Besiedlung des Küstenraumes, der Küstenschutz und die Natur der Insel behandelt. Etwa 20.000 Personen pro Jahr finden den Weg ins Museum.

Als eines von 14 Nationalparkhäuser an der Küste Niedersachsens eröffnete 1990 das gleichnamige Haus in Juist direkt am Kurplatz im alten Inselbahnhof. Neben umfangreichen Infos über das Wattenmeer ist ein 2001 auf Juist gestrandeter neun Meter langer Zwergwal die dortige Hauptattraktion. Weitere Themen der Exponate sind die Flora und Fauna auf der Insel Juist. Meerwasseraquarien bringen den Gästen die Unterwasserwelt der Nordsee nahe. Eine etwa 2.50 Meter hohe Säule zeigt vor dem Nationalparkhaus den aktuellen Stand des Wasser im Watt von Juist mittels Maßstab 1:3 an.

Im Historischen Rettungsschuppen befindet sich mit dem Kutschenmuseum ein weiterer additionaler Ausstellungsort. In der kleinen und kostenlosen Ausstellung wird die Thematik Pferde und Pferdekutschen behandelt. In der Saison ist das Museum zweimal wöchentlich für einige Stunden dem Publikumsverkehr geöffnet.

In der Ortsmitte von Juist am Janusplatz befindet sich das 1811 errichtete Haus Siebje. Als einstiges Insulanerhaus wurde es vom Heimatverein gekauft und restauriert. Dort sind in regelmäßigen Abständen Exponate und Vernissagen heimischer Künstler zu sehen. Das Archiv des Heimatvereins ist im Obergeschoss untergebracht.

Das historische Kurhaus „Weißes Schloss am Meer“ wurde ehemals als Strandhotel 1898 eröffnet. Seit 1984 steht das Kurhaus unter Denkmalschutz und wurde vor dem 100-jährigen Bestehen mit einer Glaskuppel versehen, die dem deutschen Reichstagsgebäude ähnelt.

Auf der höchsten Düne mit 22,1 Metern steht der 1927/28 errichtete Wasserturm und gilt als das Wahrzeichen von Juist. Mit seiner eigenen Höhe von 13 Metern überragt er alle anderen Bauwerke der Insel.

Der zu Beginn der 1930er Jahre errichtete und 2005 neu kreierte Kurplatz bildet das Zentrum von Juist. Im 2004 eingeweihten Musikpavillon treten während der Saison mehrmals Musikgruppen, Chöre und das Kurorchester auf.

Auf der etwa 1,5 km langen Kurpromenade laden aufwendig kreierte Aussichtsplattformen Besucher ein, ohne die Dünen selbst betreten zu müssen, einen weiten Blick über die Nordsee und den Strand von Juist zu gewähren.

Entlang der Sandstraße befinden sich vier kleine Bronzeskulpturen, die sogenannten Strandläufer. Die auf Granitstelen positionierten Skulpturen wurden 2002 errichtet.

Der Hammersee ist eine naturkundliche Spezialität und zugleich der größte Süßwassersee der Insel Juist. Er dient Insekten und Vögel als bedeutsames Nahrungs- und Rastgebiet.

Das Billriff am Juister Westende beherbergt während der Saison des Vogelzuges tausende Zugvögel. Das Betreten des Billriffs ist nur an der nördlichen Kante und bei Niedrigwasser wegen des gefährlichen Treibsandes gestattet.

Der Kalfamer am Ostende von Juist dient als wichtiges Gebiet zum Rasten und Brüten der Vögel. Als Ruhezone des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer werden nur gesonderte Führungen angeboten.

Als beste Reisezeit gelten die Sommermonate Juli und August, mit einer Durchschnittstemperatur von 21 Grad und täglich durchschnittlichen fünf Sonnenstunden. Mit sechs Stunden pro Tag, übertreffen die Monate Mai und Juni die Sonnenscheindauer. Um die knapp 20 Grad betragen die Höchsttemperaturen im Durchschnitt im Mai, Juni und September. Zu diesem Zeitpunkt sind auch sommerliche Witterungsverhältnisse antreffen. Ein mildes Klima herrscht zwischen November und Februar, jedoch mit etwa höchstens fünf Grad bereits winterlich. Das ganze Jahr bleiben die monatlichen Regentage mit etwa elf Tagen halbwegs konstant. Nur im Zeitraum zwischen November bis Januar sind im Durchschnitt zwei Tage mehr.

Barrierefrei unterwegs auf Juist – geht das?

Die ostfriesische Insel Juist hat seinen Besuchern viel zu bieten. Die nur 500 Meter breite aber 17 Kilometer lange Insel lädt mit dem ebenso langen Sandstrand zu autofreier Erholung ohne Hektik und Stress ein. Die schöne Sandbank Juist hat für Jeden was zu bieten.

Juist barrierefrei
Juist eignet sich besonders gut für Besucher mit Handicap, denn einem barrierefreien Urlaub steht hier nichts im Wege. Um den Strand zu erreichen, ist es notwendig, die Dünen zu überqueren, welche das Inseldorf beidseitig vor Sturmfluten schützen sollen. Über die Strandstraße kann der Strand problemloser erreicht werden, da diese weniger steil ist. Entlang des Weges können vier Bronzeplastiken bestaunt werden ( u.a. die Juister Badefrau ), weshalb die Straße auch als Kunststraße bezeichnet wird. Ebenso ermöglichen drei Aussichtsplattformen, die mit behindertengerechten Aufgängen ausgestattet sind, einen wunderbaren Blick auf das Meer. Die Plattformen sind am Ostende ( Aufgang Karl-Wagner-Strasse ), am Westende ( Aufgang Schoolpad ) und in der Mitte ( Ende Strandstrasse ) entlang der Strandpromenade zu finden. Der Strand ist über Holzstege zu erreichen, wobei sich der längste ( etwa 150 Meter ) unterhalb des Strandhotel Kurhaus befindet.

Im südlichen Teil der Insel lohnt sich ein Besuch des Memmertfeuers, einem Leuchtturm, der sein Licht nicht auf das Meer hinausstrahlt. Direkt auf der Wiese neben dem Turm laden viele schöne Strandkörbe zum Verweilen ein. Am Juister Hafen herrscht oft ein reges treiben und auch hier ist eine barrierefreie Begehung möglich. Das Seezeichen, eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der ostfriesischen Insel, ist erreichbar über die Seebrücke entlang des Sportboothafens des Juister Segelclubs. Die Seebrücke besitzt keine Steigung.

Hafenanlage Juist

Der Yachthafen der Insel


Über die flachen, gepflasterten Wege und Straßen gelangt man bequem zu den Goldfischteichen mit der neuen Aussichtsplattform des Otto-Leege-Lehrpfades, die ebenfalls an der Westseite einen behinderten gerechten Aufgang besitzt.Um den Flugplatz der Insel Juist zu erreichen, sollte die Flugplatzstraße genutzt werden. Die südliche Weg zum Flugplatz ist sehr steil und eignet sich nicht allzu gut.

Auch der Weg zum Westende der Insel ist flach und gepflastert und ermöglicht einen wunderschönen Blick auf den Hammersee und das Naturschutzgebiet. Der Wanderweg am Hammersee und der Rundwanderweg im Naturschutzgebiet sind nicht befestigt.

Barrierefrei Einkaufen
Eine Vielzahl der Läden auf Juist sind barrierefrei erreichbar:

  • Poppinga ( Geschenkartikel )
  • Schmidt am Kurplatz ( Kleidung )
  • Nautilus ( Geschenkartikel )
  • Born Born ( Schmuck , Kleidung )
  • Flaggshipp ( Kleidung )
  • Textilhaus Tiemann ( Textilien )
  • Frischemarkt ( Lebensmittel )
  • Süße Sachen ( Süßigkeiten )
  • Art Hus ( Schmuck )
  • Koopmann im Loog ( Lebensmittel )
  • ÉNA Moden ( Kleidung )

Barrierefrei Schlemmen
Für den besonderen Genuss sorgen folgende Restaurants und Gaststätten:

  • Hotel Achterdiek
  • Hafenrestaurant
  • Strandhotel Juister Hof
  • Lütje Teehuus
  • Domäne Bill
  • Hotel – Restaurant Atlantic Juist
  • Restaurant „Köbes“

Barrierefreies Wohnen
Folgende Unterkünfte sind barrierefrei:

  • Ferienhaus Eilts
  • Hotel Pabst
  • Hotel Friesenhof
  • Haus Likedeeler
  • Nordseehotel Freese
  • Pension Kap Horn
  • Hotel Atlantic
  • Haus Erholung
  • Ferienhaus Undine
  • Villa Marie Luise
  • Haus Arche
  • Appartementhaus Bracht
  • Haus Jüchter
  • Haus Dünenpilz
  • Gästehaus am Deich

Wissenswertes über die Insel Juist

Die Nordseeinsel Juist liegt in der südlichen Nordsee, zwischen Borkum und Norderney im niedersächsischen Wattenmeer und gehört zu den ostfriesischen Inseln. Mit einer Länge von insgesamt 17 Kilometern ist sie die längste der Inselkette und gehört zum Bundesland Niedersachsen. Die etwa 1589 Einwohner verteilen sich auf die Orte Westdorf, Ostdorf und Loog.

Geschichte:

Juist ist etwa 2.000 Jahre alt und unterlag in den vergangenen Jahrhunderten durch die häufigen Sturmfluten und Versandungen einer ständigen Veränderung. Besonders die große Sturmflut im Jahre 1651 teilte die Insel und über einen längeren Zeitraum mussten die Einwohner auf getrennten Inseln ihr Dasein fristen.
So gelang es erst nach etwa 200 Jahren im Jahre 1877 Dünen anzulegen, so dass der Durchbruch geschlossen werden konnte. Durch den Bau eines Dünendeichs im Jahre 1932 an der Nordseite von Juist, konnte eine weitere Lücke geschlossen werden.

Strandleben:

Die autofreie Insel Juist, die auch als „Zauberland in der Nordsee“ bezeichnet wird, bietet Erholung pur ohne jegliche Hektik und Abgase. Wegen der Tide haben die Fähren unregelmäßige Fahrzeiten gegenüber der Insel Norderney und aus diesem Grund ist Juist nie überlaufen, da nur wenige Tagesgäste auf die Insel kommen.
Der etwa 17 Kilometer weiße Sandstrand ist ideal für ausgedehnte Spaziergänge und weitere Aktivitäten.
Ein besonderes Highlight, das jeder Gast gesehen haben muss, ist das „Bill“, ein großes Sandriff, das sich am Westende von Juist befindet, wo das Wattenmeer und die Nordsee zusammentreffen.

Die mehreren großen Sandbänke, von Prielen durchzogen, bieten besonders bei Ebbe ein grandioses Bild und sind für den Wanderer ein einmaliges Erlebnis.Da die Insel ständigen Winden ausgesetzt ist, hat Juist nur einen geringen Baumbestand mit Ausnahme eines Wäldchens, das sich im Naturschutzgebiet in der Nähe der sogenannten Hammerbucht befindet.

Strandspaziergang

Strandspaziergang

In den 1920er Jahren wurden hier durch die Initiative des bekannten Biologen Otto Leege etwa 50.000 Bäume, wie die Karpatenbirke und die Schwarzerle angepflanzt. Durch dieses schöne Stück Wald führt ein ausgeschilderter Wanderweg und mit etwas Glück kann der Besucher das Rotwild beobachten. Zu den landschaftlichen Einmaligkeiten von Juist gehört auch der im Jahre 1932 entstandene Hammersee, der die Heimat vieler Tiere und Pflanzen ist und auf einem Wanderweg umrundet werden kann.

Nationalpark Wattenmeer:

Juist und seine Umgebung sind in Teile des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer integriert und der Lebensraum vieler Kleintiere. In jedem Jahr versorgen sich mehrere Millionen von Zugvögeln auf ihrer Rast im Wattenmeer mit Fettreserven, um sich auf ihren Rückflug in den Süden vorzubereiten. Einige Bereiche der Insel Juist gehören zur „Ruhezone“ des Nationalparks und besonders die Dünenzonen dürfen überhaupt nicht betreten werden und andere Teile nur zu bestimmten Zeiten.

Sehenswürdigkeiten:

Der Fährhafen befindet sich in Juist und ist der Anleger für Sportboote. Ferner findet der Gast in diesem Bereich zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, ein Thalasso-Zentrum und das Kurmittelhaus. Eine ganz besondere Sehenswürdigkeit ist der Leuchtturm „Memmertfeuer“, der am Hafen seinen Standort hat.
Da der Leuchtturm heute kein offizielles Seezeichen mehr ist, strahlt sein Licht lediglich über die Insel.

Ebbe im Hafen

Ebbe im Hafen


In den Sommermonaten besteht die Möglichkeit, den Turm mit seiner Aussichtsplattform zu besteigen.
Empfehlenswert ist ferner ein Besuch im „Nationalpark-Haus“, das sich im Alten Bahnhof befindet und wissenswerte Besonderheiten über den „Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer“ vermittelt. Außerdem werden über das „UNESCO Weltkulturerbe“ Vorträge gehalten. Eine bewegte Geschichte über die Insel Juist erfährt der Besucher im Küstenmuseum.

Es ist schwierig, die beste Reisezeit für Juist vorauszusagen, denn die Region ist nicht sonnensicher.  Allerdings war in den vergangenen Jahren das Wetter in den Monaten Mai/Juni und August/September sonnig mit angenehmen Temperaturen.

Hunde unter dem Sonnenschirm

Hunde unter dem Sonnenschirm

Urlaub mit Hund auf Juist

Juist ist eine der Ostfriesischen Inseln an der niedersächsischen Küste. Von den Einheimischen wird Juist auch „Töwerland“ genannt, was Zauberland bedeutet. Tatsächlich kann man sich dem Zauber dieser Insel nur schwer entziehen – und nicht nur wegen der schönen Landschaft und der guten Nordseeluft. Als autofreie Insel hat Juist einen ganz besonderen Charme. Es gibt Pferdetaxis, Pferdebusse und auch die Müllabfuhr erfolgt mit Pferden. Die Form der Insel wird geprägt von 17 Kilometern Länge und einer Breite von maximal 900 Metern. Das hat Juist den Beinamen – „die schönste Sandbank der Nordsee“ – eingebracht.

Ein weiterer Beiname ist: „Hundeinsel Juist“. Mit zwei Hundestränden und einem Hundeauslaufplatz, gilt Juist als besonderes hundefreundlich. Allerdings gibt es keinen Tierarzt – und es herrscht auf der gesamten Insel für den größten Teil des Jahres – strikter Leinenzwang. Das gilt leider auch für die Hundestrände. Über eine Lockerung des Leinenzwangs wird im Juister Bäderausschuss aktuell diskutiert. Im Moment jedoch dürfen Hunde nur auf dem enttäuschend kleinen, eingezäunten Hundeauslaufplatz frei herumtollen.

Auf Juist wird auf den Schutz des Ökosystems und Sauberkeit geachtet. Überall auf der Insel, findet man Spender mit kostenlosen Hundetüten. Urlauber mit Hund sind verständlicherweise gebeten, die „Hinterlassenschaften“ ihrer vierbeinigen Begleiter aufzunehmen und zu entsorgen.

Den Kern der Insel bildet ein reizender kleiner Ort mit vielen Läden, Restaurants und Cafés, in denen meistens auch Hunde willkommen sind. Eine besondere Attraktion ist der Kurplatz mit dem Schiffchenteich. Von Juni bis September gibt dort regelmäßig das Kurorchester Open-Air-Konzerte – man kann sich einfach hinsetzen und lauschen. Weitere kulturelle Angebote bietet das Kurhaus.

Beliebte Ausflugsziele auf der Insel sind: Die Bill, das große wüstenähnliche Sandriff im Westen der Insel. Als gastronomische Sehenswürdigkeit gibt es dort die „Domäne Bill“ – mit hausgemachten Spezialitäten. Das Küstenmuseum in der Siedlung Loog. Der Hammersee, ein großer Süßwassersee mitten auf der Insel, der zu einer Umrundung einlädt. Das sogenannte „Wäldchen“ – ein Waldstück mit selten Baumarten. Der Flugplatz mit seinem Tower-Restaurant, das einen guten Blick auf das Wattenmeer bietet. Das Kalfamer, am östlichen Ende der Insel besticht mit grün bewachsenen Dünen – es ist als Vogelnistgebiet besonders geschützt. Das Betreten ist nicht zu allen Jahreszeiten und nur unter bestimmten Bedingungen möglich. Dann aber auch mit kurz angeleintem Hund.

Hund im Sand

Alle Ausflugsziele auf Juist sind für sportliche Urlauber und Hunde gut zu Fuß, oder per Rad, zu erreichen. Wanderungen und Radausflüge mit Hunden sind überall auf der Insel erlaubt.

Die öffentlichen Badestrände sind – von Mitte April bis zum Ende ersten Oktoberwoche – für Hunde grundsätzlich gesperrt.

Die Leinenpflicht wird von Mitte November bis zum 20. Dezember und von Mitte Januar bis Ende Februar ganz aufgehoben. Freilaufende Hunde gehören dann überall zum Inselbild.

Juist im Herbst oder Winter zu besuchen, hat tatsächlich seinen ganz eigenen Reiz. Deutlich weniger „Touristenrummel“, freier Blick über die Strände – und Ruhe. Milde Winter und kühle Sommer – zeichnen das Klima aus. Warme, wind- und wetterfeste Kleidung gehört, beim Urlaub auf der Insel, daher immer in den Koffer.

Sport- und Freizeitangebote für Zweibeiner jeder Altersklasse sind in großer Zahl vorhanden.

An Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen – in denen Hunde willkommen sind – besteht auf Juist kein Mangel. Rechtzeitiges Buchen ist für die Hauptsaison angeraten.

Die Anreise auf die Insel erfolgt – entweder mit dem Schiff oder mit dem Flugzeug – von Norddeich aus. Beides ist mit Hund möglich. Wie immer und überall – wird dabei auf ruhige und wohlerzogene Hunde Wert gelegt.

Fazit: Urlaub mit Hund auf Juist, ist durchaus empfehlenswert, trotz der für Mensch und Hund so lästigen Anleinpflicht.

Mühle auf Juist

Mühle auf Juist

Gut zu wissen

Die Insel Juist befindet sich im niedersächsischen Wattenmeer und gehört zu den ostfriesischen Inseln. Sie ist die längste der Inseln Ostfrieslands mit 17 km Länge. Die breiteste Stelle der Insel beträgt 900 Meter, die kürzeste Stelle allerdings nur 500 Meter. Das zwischen Borkum und Norderney befindliche Eiland zählt zum Landkreis Aurich. In der Gemeinde leben 1589 Einwohner. Juist wird in zwei Ortsteile aufgeteilt: der aufgeteilte Hauptort in Westdorf und Ostdorf sowie Loog.

Die deutsche Insel liegt im südlichen Bereich der Nordsee und besitzt eine Fläche von 16,53 km². Einige Inselteile und das Wattenmeer zählen zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Die Entfernung zum Festland beträgt minimal 8 Kilometer. Die höchsten Dünen der Insel erreichen etwa 22 Meter über dem Meeresspiegel.

Juist ist von der Anlegerstelle Norddeich Mole und vom Bahnhof auf dem Festland mit Fähren zu erreichen. Die Überfahrt mit dem Schiff beträgt etwa 90 Minuten. Ausgenommen der Sommermonate Juli bis September, wird ein einmaliger Fährverkehr zwischen Juist und dem Festland aufrechterhalten.

Nach dem Flughafen Hannover befindet sich der Juister Flughafen im östlichen Inselteil auf dem zweiten Rang bei den niedersächsischen Flugbewegungen. Der Grund hierfür ist der abhängige Schiffsverkehr zu unterschiedlichen Gezeiten. Juist wird innerhalb fünf Minuten vom Flugplatz Norden-Norddeich angesteuert. Als einziger Linienflug wird die Strecke Juist-Hamburg bedient. Sie wird ganzjährig unter Sichtflugbedingungen betrieben.

Jeglicher Autoverkehr ist auf Juist verboten. Für den Personentransport stehen Pferdekutschen und für den Transport von Gütern Pferdefuhrwerke bereit. Vier große Pferdefuhrbetriebe teilen klar die einzelnen Arbeitsbereiche ab. Ausnahmen von der Befreiung des Kraftfahrzeugs können auf Antrag gestellt werden. Permanente Ausnahmen stellen Rettungsdienste, Traktor, Baumaschinen, Notarztfahrzeug und Feuerwehr dar. Zur individuellen Fortbewegung stehen zur Vermietung Fahrräder zur Verfügung.

Juist erhebt wie alle Inseln in Ostfriesland einen Kurbeitrag und er findet Verwendung für örtliche touristische Zwecke. Für die Erhebung steht die TöwerCard, eine Service- und Kurbeitragskarte im Scheckkartenformat bereit. Sie ist beim Erwerb eines Flug- oder Fährtickets oder auf der Insel zu kaufen. Am Flugplatz oder am Hafen erfolgt die elektronische Registratur des Datums der Anreise auf der TöwerCard beim Passieren der Drehkreuze. Die TöwerCard dient nicht nur zur Abrechnung der Kurbeiträge, sondern beinhaltet additionale Dienstleistungen.

Die Haupteinnahmequelle der Inselbewohner stellt der Tourismus dar. Fast alle Häuser der Insel bieten Unterkünfte zur Vermietung an. Juist ist trotz des hohen Preisniveaus in den Sommermonaten andauernd ausgebucht. Juist ist wie alle ostfriesischen Inseln ein Nordseeheilbad. Die Insel ist beliebt bei Menschen mit Atembeschwerden und schwerwiegenden Problemen der Haut, z.B. Neurodermitis und wegen des Reizklimas auch bei psychosomatischen Störungen geeignet.

Im Ortsteil Loog befindet sich das Küstenmuseum. Auf einer Fläche von 500 qm° werden den Besuchern Exponate und Infos zur Insel- und Bädergeschichte, dem Küstenschutz, der Natur der Insel und der Besiedlung vermittelt.

Im alten Inselbahnhof befindet sich das 1990 errichtete Nationalpark-Haus. Gebührenfrei können Interessierte umfangreiche Details zum Nationalpark Wattenmeer erfahren. Highlight der Exponate ist das Skelett des 2001 gestrandeten Zwergwals mit einer Länge von neun Metern.

Das Thema Pferde und Pferdekutschen wird in einem weiteren Museum, dem Kutschenmuseum behandelt. Die minimale und kostenlose Ausstellung ist zweimal wöchentlich für ein paar Stunden geöffnet.

Das Wahrzeichen von Juist ist der 1927-1928 erbaute Wasserturm und befindet sich auf der höchsten Dünenerhebung von Juist mit 22,1 Metern. Die tatsächliche Höhe des Wasserturms beträgt 13 Meter und übertrifft damit alle Bauwerke der Insel. Allerdings ist er nicht als Aussichtsturm nutzbar.

Lagerfeuer am Strand

Lagerfeuer am Strand

Am oberen Teil des Hauptstrandes zieht sich durch die Dünen die Kurpromenade. Auf der 1,5 km langen Promenade können Besucher einen Blick auf den Strand und die Nordsee auf drei aufwendig kreierten Aussichtsplattformen erhalten, ohne die Dünen selbst zu nutzen. Der „Dree Water Uitkiek“ bietet von einem Aussichtspunkt den Überblick auf die Nordsee, das Wattenmeer und den Hammersee.